POEMA / Daimler

CSR-Kommunikation, wie sie sein muß
am Beispiel POEMA / Daimler

Als sich 1992 der Mitbegründer von Bündnis 90 / Die Grünen und Ex-Daimler-Betriebsrat Willi Hoss mit dem damaligen Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftspolitik bei Daimler, Matthias Kleinert, und Prof. Thomas Mitschein, Leiter des Projektes POEMA in Brasiliens Urwald-Metropole Belém zu einem Forschungsprojekt mit dreijähriger Laufzeit verabredeten, war dies die Geburtsstunde eines sehr erfolgreichen Public-Private-Partnership-(PPP)-Projekts.

Daimler erforschte zusammen mit der Universität do Pará in Belém an der Mündung des Amazonas, ob und ggf. wie sich Naturfasern in der Automobilproduktion verwenden ließen. Das Unternehmen unterstützte auch die Beschaffung von ersten Trinkwasseraufbereitungsanlagen.

Das Projekt ist vor kurzem ausgelaufen. Aber nach wie vor werden die Fasern im Umfeld von Belém gewonnen und für Produkte einbgesetzt, die anderswo in Brasilien produziert werden.

Die Resonanz in deutschen, US-amerikanischen und brasilianischen Medien füllt mehrere Ordner. Es ist ein Beleg dafür, wie hervorragend derartige Projekte die Reputation beeinflussen können und nachhaltig regional wirken.

In fünf Schritten stellen wir Ihnen weniger das Projekt als dessen kommunikative Umsetzung vor. Nutzen Sie dazu bitte die Navigation links.

Mit sauberem Wasser werden die Bewohner sesshaft. Damit entfällt der wichtigste Grund für weitere Brandrodungen. Dazu wird Strom, der in Solarzellen entsteht, durch den Bottich geleitet. Diese sogenannte Anodische Oxidation führt zum Tod der Krankheitserreger. Noch heute unterstützt der deutsche POEMA-Verein den Aufbau solcher Trinkwasserstationen. Das Foto ist deren Webseite entnommen.

Was passiert, wenn man so ein Projekt nicht mehr betreut, kann man im SPIEGEL ("Der grüne Lack ist ab") nachlesen. Die Bedeutung einer angemessenen Kommunikation erschließt sich sofort.

Weiterlesen - 1992: Der Anfang

Bild oben: Journalisten des Handelsblatts, der Süddeutschen Zeitung, der Wirtschaftswoche und der Zeit machen sich auf der Insel Marajó in der Amazonasmündung selbst ein Bild von diesem Projekt