Die Anfänge

Der Hintergrund

Auf Initiative des ehemaligen Daimler-Betriebsrates und Mitbegründers der Bundespartei der Grünen, Willi Hoss, beschließen die Universität von Pará, UNICEF und Daimler 1992 ein Forschungsprojekt. Gesucht w erden Möglichkeiten, aus dem Regenwald Material für die Automobilproduktion zu gewinnen, um so den wirtschaftlichen Druck auf den Regenwald zu verringern.

Daraus entsteht das Projekt "POEMA" das für "Armut und Umwelt in Amazonien - Pobreza e meio ambiente na Amazoônia" steht. Es umfasst die Zulieferung von Bauteilen wie Sitzen, Rückenlehnen, Kopfstützen und Sonnenblenden aus Kokosfasern für die LKW- und später für die geplante PKW-Produktion. Später führt die Kooperation zwischen Projekt POEMA der Universität und Daimler und u.a. zur Gründung eines Unternehmens POEMAtec.

Unabhängig davon unterstützt Willi Hoss mit Spendengeldern - im Wesentlichen vom deutschen POEMA e.V. - die Kleinbauern und die indigene Bevölkerung mit Trinkwasseranlagen, Licht (Solarlampen) und medizinischer Grundversorgung. Diese Arbeit wird nach dem Tod von Willi Hoss von Gerd Rathgeb, Vorsitzender des POEMA Deutschland e.V., unverändert weitergeführt.

Entlastung in schwieriger Zeit

Daimlers damalige Tochter Mercedes-Benz stand damals unter großem öffentlichen Druck, da das Spitzenmodell der neuen S-Klasse unverhältnismässig viel Treibstoff frass. Greenpeace pflaznte fast wöchentlich Fahnen auf den Fabrikschornsteinen des Werkes. Die Preutation des Unternehmens litt spürbar.

Die erste Journalistenreise, einen Monat vor Beginn der Berühmten Umweltkonferenz von Rio 1992, präsentierte den Journalisten einen anderen Daimler: Ein Unternehmen, das sich äußerst verantwortungsvoll mit einem der wichtigsten Umweltthemen befasste und nicht nur redete, sondern handelte - wenn auch erst einmal in einem Pilotprojekt.

Die ZEIT titelte: "Ausgerechnet ein Unternehmen wie Daimler-Benz scheint zu zeigen, wie man Entwicklungshilfe richtig macht." Was den Mitarbeitern des Unternehmens nicht passte, war der Ritterschlag durch die Medien.

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