Sonderbotschafterin

Sonderbotschafterin Nina Noss

Das Projekt unter Beteiligung von Daimler war erloschen. Willi Hoss, einer der Väter, war gestorben. Aber das Projekt lebte weiter. Die Regierung des Bundesstaates Pará hatte große Pläne, mehr internationale Aufmerksamkeit auf ihr Land zu ziehen und so hoffentlich Arbeitsplätze zu generieren. Bei dokeo kam die Frage an, ob es möglich sein könnte, die Tochter von Willi Hoss, die Schauspielerin Nina Hoss, als "Sonderbotschafterin" des Bundesstaates zu gewinnen.

Pressekonferenz im Operncafe in Berlin

Nach anfänglicher Skepsis nahm Nina Hoss an. Eine Ministerin aus Pará kam extra nach Berlin, um sie dort als Sonderbotschafterin anzukündigigen. Die von dokeo arrangierte, gut besuchte Pressekonferent fand im Berliner Operncafé statt. Selbst der SPIEGEL berichtete.

Damit war eine Einladung nach Belém verbunden, die ein Jahr später stattfdand. So hat das gemeinsame Projekt von Daimler und der Universität in Pará immer wieder die Medien und damit die algemeine Öffentlichkeit erreicht. Der Nutzen dieser Art von Öffentlichkeitsarbeit für Daimler ist nicht hoch genug einzuschätzen.

Diese Art der CSR-Kommunikation, ist der klassische Fall. So muß CSR-Kommunikation sein, wenn sie wirken soll. Nichts am operativen Teil war auf PR-Wirkung ausgerichtet. Die Kommunikation nutzte das Projekt.


Der Regenwald in Amazonien hat großen Einfluss auf das Weltklima. Er wird durch illegale Brandrodungen und Sojaplantagen zerstört. Die indigene Bevölkerung dort ist nach wie vor nur formal den anderen Einwohnern gleichgestellt und wird nicht ausreichend unterstützt.

Die Schauspielerin Nina Hoss tritt nun sichtbar das Erbe ihres 2003 verstorbenen Vaters Willi Hoss an, der sich jahrelang erfolgreich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Indios und die Erhaltung des Regenwaldes eingesetzt hatte.

Die seit Herbst 2006 amtierende Ministerpräsidentin von Pará, Ana Júlia Carepa hat am ersten Tag ihrer Amtszeit erklärt, dass sie Maßnahmen ergreifen will, um den Wert der Wald-Ressourcen ermessen zu können und um ihn zu erhalten.

Bild ganz oben: Offizielle Verleihung des Titels einer Ehrenbotschafterin der Landesregierung von Pará an Nina Hoss: Ministerpräsidentin, Ana Júlia Carepa (rechts), und Nina Hoss.

Bild oben: Nina Hoss im Gespräch mit dem Umweltminister des Landes, Daniel Ortega.